Mit Vertrauen stark – BEM

Projektergebnisse in der Praxis – was verbessert das BEM im Betrieb?

(Stand 12.01.2018)

Fachtagung am:

Donnerstag, 22. März 2018 von 10.30 Uhr bis 16.45 Uhr
im Großen Saal, Besenbinderhof 57a, 20097 Hamburg

Einladung_Fachtagung_

Anmeldung Fachtagung

Das Projekt „Unterstützende Ressourcen für das Betriebliche Eingliederungsmanagement“, RE-BEM, hat im Oktober 2015 begonnen. Zentrales Ziel war, die hemmenden und stärkenden Ressourcen für die Durchführung des BEM im Betrieb zu eruieren und in Handlungsoptionen umzuwandeln, um damit die Verbreitung des BEM, insbesondere aber nicht ausschließlich in kleineren Betrieben zu verbessern.

Die Praxisphase in 10 ausgewählten Kleinbetrieben – und damit die Konkretisierung der Handlungsoptionen – wird im März 2018 abgeschlossen sein. Als zentrales Ergebnis sehen wir bisher: Der Slogan „Nichts über mich ohne mich“ ist Leitschnur im BEM-Verfahren. Daher sind alle Handlungsfelder des BEM (z.B. Datenschutz, Leitungsziele, Öffentlichkeitsarbeit) auf die Sichtweise der BEM-Berechtigen durchzusehen und ggfs. nachzusteuern. Nur so kann das Vertrauen der Beschäftigten in das BEM im Betrieb gestärkt und die Bereitschaft geweckt werden, das BEM als persönliche Unterstützung wahrzunehmen.

Die Praxisphase wollen wir mit einer Fachtagung für alle BEM-Praktiker in den Betrieben abschließen. Auf der Fachtagung wollen wir die Ergebnisse aus Theorie und Praxis vorstellen, in Workshops Best- Practice-Beispiele aus den Betrieben anschauen und mit den Teilnehmenden auf die eigene Realität zuschneiden. In einem weiteren Input werden wir die aktuelle Rechtslage zum BEM und die verstärkte Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger beleuchten. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, in einer Diskussionsrunde mit Expert_innen, offene Fragen und aktuelle Hindernisse auf dem Weg zu einem guten BEM zu besprechen.

Die Veranstaltung ist erforderlich im Sinne des § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX bzw. entsprechender Regelung des örtlich geltenden PersVG.
Kosten der Veranstaltung: keine (Anfahrt und Unterkunft sind von den Teilnehmenden zu tragen).

Anmelden können sich Interessent_innen ab ca. 10.1.2018 mit genauerem Link und Veranstaltungsflyer unter www.re-bem.de

oder an anja.becker@dgb-bildungswerk.de

Aktueller Stand des Programms (12.01.2018):
(der Stand wird laufend aktualisiert)

10.30 Uhr Begrüßung
Claudia Meyer, DGB-Bildungswerk BUND

10.45 Uhr Grußwort des Mittelgebers
NN, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

11.00 Uhr „Nichts weniger als ein Perspektivwechsel“ – Vorstellung der Projektergebnisse
Christine Zumbeck, Projektleitung RE-BEM
Kurze Pause

11.45 Uhr Alles was Recht ist – die aktuelle Rechtsprechung zum BEM auf einen Blick
Dr. Ulrich Faber, Kompetenzzentrum Arbeitsrecht

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Themenwerkstatt mit Best Practices aus den Projekt- und anderen Betrieben
A. BEM in einer Kultur pro Gesundheit
Das Vertrauen der Beschäftigten in das BEM kann durch gesundheitsförderliche Arbeitsschutz- und Personalstrategien gefestigt werden. Wie und in welchen Formen diskutieren wir in dieser Werkstatt

Best Practice:

1. Bräunlin + Kolb, Architekten, Isabelle Faust, Personalreferentin

2.
Moderation: Bernhard M. Samberger, Sammy Berger Systemische Beratung
B. Verankerung von BEM im Betrieb
Ein gutes BEM im Betrieb zu installieren, ist für viele Betriebe mit Hindernissen verbunden. Hier erarbeiten wir die Essentials für ein beschäftigtenorientiertes BEM

Best Practice:

1. Stadtwerke Sindelfingen, Ariane Schneider, Personalreferentin

2.
Moderation: N.N., Beratungsstelle Handicap
C. Eine Betriebsvereinbarung verhandeln
Eine Betriebsvereinbarung drückt aus, mit welcher Intention das BEM im Betrieb gelebt werden soll. Wir schauen, welche Aspekte in einer Vereinbarung nicht fehlen sollten und mit welchen Strategien eine gute BEM-Vereinbarung erreicht werden kann.

Best Practice:

1. Daimler AG, Mercedes-Benz-Werk Bremen, Alfons A. Adam, Gesamtschwerbehindertenvertretung

2.
Moderation: Christine Zumbeck, Projektleitung RE-BEM, DGB-Bildungswerk
D. Ein gutes Einzelfallmanagement mit ausreichend internen und externen Ressourcen
Ein gutes BEM lebt von Beispielen guter Integration. In dieser Werkstatt klären wir Erfolgsstrategien im BEM-Gespräch, sinnvolle Rollenverteilungen und Ressourcen, über die das BEM-Team verfügen sollte.

Best Practice:

1.

2.
Moderation: Dr. Regina Richter, ipeco – Personalentwicklung, Bildung und Beratung, Projektpartnerin von RE-BEM
E. Qualifizierungserfordernisse für ein gutes BEM
Für die Durchführung eines guten BEM sind unterschiedliche Personengruppen in unterschiedlicher Form zu qualifizieren. Hier wollen wir besprechen, welche Anforderungen/Qualitätsmerkmale die Beteiligten wünschen und ob die Angebote damit korrespondieren.

Best Practice:

1.

2.
Moderation: Sabine Heegner, Arbeit und Gesundheit, Projektpartnerin von RE-BEM
Kurze Pause

15.00 Uhr Kooperation von DGUV und DRV zur gemeinsamen Präventions- und BEM-Beratung im Betrieb
Karin Klopsch, Deutsche Rentenversicherung Bund
Dominique Heydweiller, VBG, Bezirksverwaltung Berlin

15.30 Uhr Podiumsdiskussion: BEM auf der Zielgeraden oder findet eine Kehrtwende statt?
Dr. Sandro Blanke, BMAS, Markus Hofmann, DGB Bundesvorstandsverwaltung und Beiratsvorsitzender, Dr. Friedrich Mehrhoff, DGUV und weitere Expert_innen aus Verbänden und Unternehmen

16.15 Uhr Wie weiter mit dem BEM?
Markus Hofmann, DGB Bundesvorstandsverwaltung und Beiratsvorsitzender

16.45 Uhr Verabschiedung
Christine Zumbeck, RE-BEM Projektleitung

Moderation der Tagung: Burkhard Plemper, Journalist